Entstehung der Verstopfung - RST - Rund um Service Terner - Kassel

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Rohr- Kanal

Verstopfungen entstehen durch vielfältige Einwirkungen, die häufigsten sind falsche Nutzung, sich verfestigende Ablagerungen und Geländeeinwirkungen (Topografische Veränderungen).

Falsche Nutzung: Viele Dinge die mittlerweile zum täglichen Leben gehören, gerade im Hygienebereich, dürfen auf gar keinen Fall in Toiletten entsorgt werden. Dazu gehören z.B. Feuchttücher (ein gern benutzter Artikel), Damenhygiene-Artikel, Papiertücher, Küchenrollentücher.
Alle diese Dinge haben eins gemeinsam; sie lösen sich nicht auf sondern behalten ihre Form und Dichte.
Da Abwasserrohre nicht zu den Dingen im Haus gehören die einer Kontrolle unterliegen, sorgen hier verfestigte Ablagerungen oder Defekte im Rohrsystem für einen Halt der oben genannten Dinge.

WC-Papier ist im allgemeinen davon ausgeschlossen da es sich beim Wasserspülen nach Benutzung der Toilette auflöst (vergleichbar einem verflüssigtem Brei) und somit im Rohr keinen Halt finden kann.
Dieser Effekt des auflösens des Papieres ist bis 3-lagen WC-Papier gegeben, bei vier und fünflagigen Papier ist es sehr vom Inhalt des Spülkastens abhängig.
Nutzer sogenannter Spartasten oder Einbauten in Spülkästen zur Verringerung des Wasserausflusses haben hier schon ein Problem, WC-Papier löst sich nicht mehr so auf.
Lösung: diese Dinge bitte immer im Restmüll entsorgen.

Sich verfestigende Ablagerungen:
Dies geschieht für den Benutzer leise und unauffällig. Durch die jahre- meist jahrzehntelange Nutzung lagern sich natürlich diverse Stoffe im Rohr ab und verringern so seinen Querschnitt was ein langsameres ablaufen des Abwassers zur Folge hat. Bei Küchenleitungen ist immer Fett der Auslöser und das kann mit der Zeit sehr fest werden. Gerade bei alten Fallrohren aus Grauguß (diese sind innen durch Rost komplett rau an der Rohroberfläche) bleibt da so alles mögliche im Rohr hängen.
Bei der Abwasserleitung die im Boden liegend das Haus Richtung Straße verlässt (Grundleitung) ist dieser Effekt oft erkennbar. Hier löst Kalk in Verbindung mit allem was durch die Ableitung geschickt wird irgendwann eine Inkrustierung aus. Diese wird so fest das nur massivste Mittel diese aufsprengen können und dem Rohr seinen ursprünglichen Durchmesser zurückzugeben.
Lösung: hier hilft nur der Einsatz von Werkzeugen wie z. B. der Kettenschleuder.


Geländeeinwirkungen:
Abwasserrohrleitungen unter dem Haus sind dieser Auswirkung nicht so unterworfen da der Bodendruck hier zu groß ist. Auf freiem Gelände (Freiflächen, Garten, Zufahrten u.ä.) sieht das schon wieder anders aus. Geländebewegungen können Rohrverbindungen trennen (man spricht hier oft von Muffenversatz) und somit Stellen schaffen wo etwas festere Dinge sich schnell stauen können. Manchmal werden die getrennten Rohrverbindungen auch mit dem Wasser unterspült, so das das betroffene Rohrstück im Boden langsam absackt und somit den durchfluss auf Dauer weiter verringert.
Lösung: Austausch der Rohre, Inliner od. Teillinerverfahren oder gezielter Fräs- u. Reparatureinsatz.

 
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